
Die Feuerwehr wird zu EinsÀtzen gerufen, wenn es brennt, wenn Menschen- oder Tierleben in Gefahr ist, wenn UmweltschÀden drohen. Die EinsÀtze sind vielfÀltig in der Abarbeitung der Aufgaben. Viele EinsÀtze fordern den EinsatzkrÀften viel ab. Meist körperlich und oft auch psychisch.
Insbesondere wenn jemand aus der Blaulichtfamilie betroffen ist, wirkt sich das ziemlich schnell auch auf die Kameradinnen und Kameraden aus, die nicht am Einsatzort waren. Die EinsatzkrĂ€fte vor Ort mĂŒssen mit der Situation am Ort des Geschehens fertig werden. Die Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren im Nachgang – je nach NĂ€he zur betroffenen Person.
So geschehen am 20.01.2025. Am frĂŒhen Morgen fĂ€hrt ein junger Mann mit einem Motorrad von Storkow Richtung FĂŒrstenwalde. Aus noch ungeklĂ€rter Ursache stieĂen er und ein PKW frontal zusammen. Der 16-jĂ€hrige Motoradfahrer hatte keine Chance. Er verstarb noch am Unfallort.
Es stellte sich heraus, dass der junge Mann in der Jugendfeuerwehr Kummersdorf (Storkow) war. Als die Nachricht ĂŒber den Unfall und dessen Folgen dort eintraf, waren die Kameradinnen und Kameraden vollkommen geschockt. Es fĂ€llt schwer, das zu glauben. Insbesondere, da am Tag zuvor noch der erste Jugendfeuerwehrdienst des Jahres stattfand. Auch in den Tagen danach wollte sich das GefĂŒhl nicht bessern.
Hier wurde dann der Kontakt zum Einsatznachsorgeteam (ENT) Brandenburg gesucht. Dort wurde dann Hilfe angeboten. In einer ersten Zusammenkunft wurde hierbei den Kindern der Jugendfeuerwehr Raum gegeben, um zu trauern, um zu sprechen, um sich an schöne Momente zu erinnern. Zuerst waren die Kids mit dem ENT-Team unter sich. SpÀter kamen auch die Eltern hinzu. Im Anschluss fanden noch weitere GesprÀche in kleineren Gruppen statt. In einer zweiten Zusammenkunft wurde dann den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung und der A+E_Abteilung dieser Raum gegeben. Auch hier fand eine entsprechende Trauerarbeit statt.