Sport und Wettkampf

So seh’n Sieger aus – Oderlandrallye 2018

01.09.2018 – 7:00 Uhr in Brieskow-Finkenheerd. Die Funkuhren an allen sechs Stationen und am Star/Ziel sind eingeschaltet und synchronsiert. Die erste Mannschaft steht an der Startlinie. Der Gruppenführer meldet seine Mannschaft an und schon geht es los. Zur 10. Oderlandrallye sind insgesamt 11 Teams angetreten, um die Aufgaben an den einzelnen Stationen zu bewältigen und um den Pokal des Kreisbrandmeisters zu kämpfen.

An der ersten Station ging es um theoretisches Feuerwehrfachwissen und um Knotenkunde. Die Werkfeuerwehr von Arcelor Mittal hat diese Station betreut und selbst den geübtesten Feuerwehrleuten gleich zu Beginn der Oderlandrallye einiges abverlangt. Aber es ging ja schliesslich auch um etwas: Das Leistungsabzeichen.

Station zwei wartete mit Präzisionsschnitt und Baumfällung auf. Hier ging es darum, eine möglichst genau 10cm dicke Scheibe von einen Stamm mit der Motorkettensäge abzutrennen. Die zweite Disziplin bestand darin, einen Keil von möglichst genau 90° herauszusägen. Die Längsflanke (Hypothenuse im rechtwinkligen Dreieck) sollte dabei möglichst genau 30cm betragen. Eine weitere Disziplin war der Schnitt an einem Stamm, der ebenerdig lag. Der Stamm musste durchtrennt sein, aber der Untergrund durfte dabei nicht mit angeschnitten werden. Und zu guter Letzt musste auch ein Kettenwechsel durchgeführt werden. Obwohl immer nur ein Kettensägenführer die die Kettensäge bedient hat, war es doch Teamarbeit. Denn das Anzeichen wurde durch weitere Teammitglieder ausgeführt.

In Beeskow wartete dann der sportliche Teil des Leistungsabzeichens. Dort musste man sich wirklich sportlich stark anstrengen. Die Beeskower haben es den Teams nicht leicht gemacht. Alle mussten die verschiedenen Parcours bewältigen. Manch einer ist dabei an seine Grenzen gestoßen. Trotzdem haben 10 von 11 Teams diesen Sportparcours komplett bewältigt.

Kurz verschnaufen und dann geht’s auf nach Lindenberg. An Station vier wartet bereits der Rettungsdienst. Eine Person muss aus dem ersten Obergeschoss durch das Fenster gerettet werden. Der Leiterhebel war hierbei gefragt.

An Station fünf war das Einsatzstichwort: B:Gebäude klein, Rauchentwicklung aus einem Zimmer. In Wilmersdorf musste eine Löschübung unter Atemschutz absolviert werden. Die lokale Feuerwehr hat die Wasserversorgung bis zum Verteiler aufgebaut, hat aber selbst keine Atemschutzgeräteträger. Die eintreffende Feuerwehr hat AGTs mitgebracht und muss die Aufgabe abarbeiten.

In Müllrose stand an der sechsten und letzten Station schließlich ein Unfall auf einer Baustelle auf dem Programm. Eine Person war unter einer Betonplatte eingeklemmt und musste befreit werden. Als kleiner Nebeneffekt kam der beste Kumpel von der verletzten Person und störte die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit. Doch die ließen sich in ihrer Arbeit nicht beirren. Verschiedene Teams – verschiedene Herangehensweisen, aber trotzdem haben alle die Person gerettet. Im zweiten Teil musste an der Rettungspuppe noch Wiederbelebungsversuche durchgeführt werden. Staying alive oder Atemlos? Egal, hauptsache der richtige Takt wurde gefunden.

Im Ziel sind alle Mannschaften angekommen, jedoch konnte eine Feuerwehr eine Station nicht abarbeiten, da die Zeit zum Eintreffen an dieser Station um mehr als 5 Minuten überschritten wurde. Ansonsten waren die Teams meistens pünktlich angekommen und auch wieder abgefahren.

In der Gesamtwertung haben die Mannschaften folgende Platzierungen erreicht:

  1. FF Neuzelle (Amt Neuzelle) [2653 Punkte]
  2. FF Hangelsberg (Gemeinde Grünheide) [2604 Punkte]
  3. FF Erkner (Stadt Erkner) [2586 Punkte]
  4. FF Philadelphia (Stadt Storkow) [2575 Punkte]
  5. FF Lindenberg (Gemeinde Tauche) [2521 Punkte]
  6. FF Beeskow (Stadt Beeskow) [2464 Punkte]
  7. FF Wendisch Rietz (Amt Scharmützelsee) [2430 Punkte]
  8. FF Kagel (Gemeinde Grünheide) [2414 Punkte]
  9. FF Brieskow-Finkenheerd (Amt Brieskow-Finkenheerd) [2348 Punkte]
  10. FF Birkholz (Gemeinde Rietz-Neuendorf) [2214 Punkte]
  11. FF Woltersdorf (Gemeinde Woltersdorf) [1887 Punkte]

Im Anschluss an die Siegerehrung dankten der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Detlef Korn, und der stellvertretende Kreisbrandmeister Karsten Schwebe allen Teilnehmermannschaften, sowie der Feuerwehr Brieskow Finkenheerd, allen Stationsbetreuern und allen, die die 10. Oderlandrallye zum dem gemacht haben, was sie geworden ist: eine etablierte und hoch anspruchsvolle Feuerwehrveranstaltung im Landkreis Oder-Spree.

Bei der Oderlandrallye sind sowohl die Feuerwehren der Mitgllieder, als auch der Nichtmitglieder der KFV-LOS angetreten. Detlef Korn sendete nach der Siegerehrung insbesondere an die Teams aus Hangelsberg und Kagel ein Signal aus, dass sie, sowie alle derzeit nicht im KFV-LOS organisierten Feuerwehren im Landkreis Oder-Spree jederzeit als Mitglieder im KFV-LOS willkommen sind.