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Rauchmelderpflicht in Brandenburg

Dass Rauchmelder sinnvolle Einrichtungen sind, wissen wir Feuerwehrleute nur zu gut. Schützen sie doch z.B. schlafende Menschen vor dem Erstickungstod durch Rauchgase, indem sie frühzeitig mit einem schrillen Ton auf die Gefahr aufmerksam machen. Die Politik war sich jahrelang uneins, ob und wie sich diese Notwendigkeit in eine Pflicht umwandeln lässt. Vorreiter war bereits zum 23.12.2003 das Land Rheinland-Pfalz, denn eine Rauchmelderpflicht ist Teil der Landesbauordnungen und somit Ländersache. Die anderen Bundesländer zogen sukzessive nach. Am längsten brauchten die Länder Brandenburg und Berlin, die erst dieses Jahr eine Rauchmelderpflicht beschlossen haben. In Brandenburg sieht die Novellierung der Bauordnung vor, dass Neu- und Umbauten ab dem 01.07.2016 mit Rauchmeldern auszustatten sind. Dabei sind sämtliche Aufenthaltsräume (ausgenommen Küchen und Bad) sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen. Bestehende Wohnungen sind bis 31.12.2020 nachzurüsten. Verantwortlich für den Einbau und für die Betriebsbereitschaft ist der Eigentümer. Berlin ist der Brandenburger Bauordnung weitestgehend gefolgt, ausser dass der Einführungstermin für Neu- und Umbauten erst am 01.01.2017 ist und die Verantwortung für die Betriebsbereitschaft beim Mieter liegt. Die genauen Wortlaute kann man in den jeweiligen Bauordnungen der Länder nachlesen.

Damit sind Brandenburg und Berlin zwar die letzten Länder, die eine Rauchmelderpflicht eingeführt haben, jedoch sind die Pflichten auch die strengsten im Bezug auf die auszurüstenden Räume und die Verantwortlichkeiten.

Der Kreisfeuerwehrverband hält zur Veranschaulichung der Gefahren von Brandrauch und der Wirkungsweise von Rauchmeldern ein Rauchdemohaus vor. Dieses ist bei der Feuerwehr Beeskow stationiert und kann ausgeliehen werden. Kontakt über André Giese (siehe Kontakt.