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Bericht von der 17. Delegiertenversammlung des LFV-BB

Bernau war der Tagungsort der 17. Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbands Brandenburg am 22.11.2014.

Pünktlich um 10 begrüßte der Präsident des LFV-BB, Werner-Siegwart Schippel, die geladenen Delegierten der Kreisfeuerwehrverbände, des Landesfeuerwehrverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Berlins, die Vertreter der Politik, einige Sponsoren und weitere Gäste. Der Tenor seiner Rede war der Erhalt der Feuerwehren, auch wenn sie noch so klein ist. Es müssen neue Wege gefunden werden, um die bevorstehenden Herausforderungen, wie z.B. den demografischen Wandel, wohnortferne Arbeitsstätten und Tageseinsatzbereitschaft, zu meistern.
Im Anschluß überbrachte der Bürgermeister der Stadt Bernau,André Stahl, seine Grußworte den Anwesenden. Er brachte die Freude über die Entscheidung, die Versammlung in Bernau abzuhalten, zum Ausdruck.
Die Landtagspräsidentin des Brandenburger Landtages Britta Stark sicherte das Engagement des Landtages zu, um die Feuerwehren zukunftsfest zu machen.
Der Innenminister des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter dankte den Feuerwehrleuten für ihr ehrenamtliches Engagement. Er erinnerte an die Wichtigkeit der Freiwillligen Feuerwehren. Ohne sie hätte man zum Beispiel Anfang der 90er Jahre, als viele Waldbrände wüteten, den Ort Summt dem Feuer preisgeben müssen. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch die Ausbildung: Wer sich nicht weiterbildet, beginnt schon schlechter zu werden – so der Minister.
Grußworte kamen ebenfalls von Hartmut Ziebs, Vize-Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Er verdeutlichte die Wichtigkeit der Arbeit der Stadtfeuerwehrverbände / Kreisfeuerwehrverbeände / Landesfeuerwehrverbände und des Deutschen Feuerwehrverbandes am Beispiel der Forderung nach konzeptkonformer Modernisierung der Feuerwehren. Durch diese Forderung hat der Haushaltsausschuß des Bundestages 5 Mio. Euro mehr für den Erwerb von Zivilschutzfahrzeugen bewilligt.
Auch Bodo Ihrke, Landrat des Landkreises Barnim, sicherte die Unterstützung des Kreises zu.
Die Landtagsabgeordnete Britta Müller konnte aufgrund von Terminüberschneidungen nicht persönlich anwesend sein und übermittelte die Grußworte schriftlich. Darin bekräftigte sie, dass eine gut ausgebildete und personell und technisch gut ausgestatte Feuerwehr für die Sicherheit unseres Landes von großer Bedeutung ist. Aber gute Technik alleine reicht eben nicht aus. Vielmehr muss die Politik hier handeln. Beispielhaft sei hier das Thema Führerschein für die meist mehr als 7,5t schweren Einsatzfahrzeuge, die ja erstmal zum Einsatzort befördert werden müssen. Hier dürfen die Verantwortung und die Kosten nicht allein bei den Feuerwehren liegen.
Herr Heide von der Feuersozietät wies auf das Engagement im Bereich der mobilden Raumverschlüsse hin. Dabei stattet die Feuersozietät zunächst die Stützpunktfeuerwehren und später auch die Feuerwehrtechnischen Zentren damit aus. An diesem Tag wurden dem Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße zwei dieser Raumverschlüße übergeben. Weiterhin sichert die Feuersozietät auch ihre Unterstützung bei der Ausbildung zu.
Auch aus Berlin kam hoher Besuch. Sascha Guzy, Vorsitzender des LVFF Berlin, überbrachte ebenfalls Grußworte und bekräftigte, dass die Zusammenarbeit des LVFF Berlin und des LFV-BB weiter geführt und vertieft wird.
Dr. Wittel vom THW appellierte an die Politik, ihrer Verpflichtung nachzukommen, um die Feuerwehren besser auszustatten.
Der Leiter der LSTE wies in seinen Grußworten darauf hin, dass erstmals in einem Koalitionsvertrag der Landesregierung so deutlich der Erhalt der LSTE ohne Kürzungen und der Ausbau der Stützpunktfeuerwehren festgeschrieben sind. In der Folge werden bis 2016 ca. 67 Fahrzeuge im Land neu angeschafft. Die Einführung des Digitalfunks hängt trotz der Probleme und höheren Anzahl der einzubauenden Geräte nur um einige Wochen dem Zeitplan hinterher. Die Einführung der neuen CKS Software (Celios) kommt im März 2015. Das trägt der Harmonisierung der Leitstelleninfrastruktur Rechnung. Seit August 2014 kann die LSTE in Eisenhüttenstadt ihre Lehrgänge nun familienfreundlich anbieten, denn es steht ein Familienhaus zur Verfügung.

Es folgten 2 Auszeichnungen.

Im Anschluß referierte Heinz Rudolf, Dezernent Ausbildung der LSTE über die Herausforderungen der Zukunft für das Brand- und Katastrophenschutzsystem. Er brachte zum Ausdruck, dass der altbewährte Frontalunterricht in Zukunft reduziert wird und mehr das praktische Erlernen der Fähigkeiten im Vordergrund steht.

Zum Ende des repräsentativen Teils wurde das im KiEZ Frauensee am 03.10.2014 eröffnete Floriansdorf durch den Kameraden Mathias Liebe aus Luckau vorgestellt.
Im verbandlichen Teil wurde dann nach der vorgeschlagenen und einstimmig beschlossenen Tagesordnung verfahren. Beschlußfähigkeit bestand, da von 94 geladenen Delegierten 74 erschienen sind. Anträge von Mitgliedern lagen nicht vor. Die Niederschrift der 16. Delegiertenversammlung wurde mit 73 Ja- Stimmen und einer Stimme Enthaltung bestätigt. Danach berichtete der Präsident übder die Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes. Die Aktion „Ohne Blaulicht“ ist beim Bund wieder in die engere Wahl gekommen.
Die Vorfälle der letzten Zeit, die den LFV-BB belasten,, wurden staatsanwaltlich geprüft. Es wurde festgestellt, dass sich niemand bereichert hat, sondern dass Verfahrensfehler zu dieser Situation geführt haben. Der LFV-BB stellt sich der Herausforderung, dieses Thema transparent abzuarbeiten und für die Zukunft die konsequente Veränderungen herbeizuführen. Zu nennen wären dort eine hauptamtliche Mitarbeiterin und die Veränderungen im Fuhrpark. Weiterhin wird in Zukunft mit den Kostenerstattungen strenger umgegangen. Die Rechnungen / Quittungen müssen zeitnah eingereicht werden. Zum Beispiel muss eine Tankquittung aus 2014 bis spätestens 31.12.2014 dem Verband vorliegen, usw.
Die berichte der Vizepräsidenten werden schriftlich vorgelegt.
Der Landesjugendwart André Ragohs berichtete über die Arbeit der Landesjugendfeuerwehr. Hauptaugenmerk lag in der Neuauflage der Mitgliederzeitschrift SAM. Weiterhin wurde mit Jahresbeginn die sogenannte „Kinderflamme I“ und „Kinderflamme II“ – ein Ausbildungsnachweis für Mitglieder der Jugendfeuerwehr – eingeführt. Sie richtet sich an Mitglieder bis 10 Jahre. Er berichtete auch über die beiden Aktionen Feuerwehrbrot und Feuerwehrmettwurst, bei denen jeweils ein Teil der Einnahmen als Spende direkt zur Jugendfeuerwehr fließt.
In diesem Jahr fanden auch wieder die Landesmeisterschaften in den Pokaldisziplinen der Jugendfeuerwehr statt. Der KFV-LOS informierte darüber im Bereich Jugenddfeuerwehr. Der Austragungsort des zweijährig stattfindenden Leistungsvergleiches war in diesem Jahr Ludwigsfelde. Hier waren auch russische Kameraden aus der Stadt Wolgograd mit von der Partie. Hierbei wies André Ragohs auch auf die internationale Zusammenarbeit der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg hin. Dabei war nicht nur der Besuch der russischen Kameraden in Ludwigsfelde ein Thema, sondern auch der Gegenbesuch in Wolgograd und auch die Teilnahme der LJF beim Sommercamp in Pori in Finnland.
Es folgten dann die Berichte der Kassenprüfer, die jeweils eine ordentliche Buchführung bescheinigten. Es gab im Anschluß eine Abstimmung über den Einsatz einer Wirtschaftsprüfung durch ein externes Unternehmen. Die Landesdelegiertenversammlung stimmte dafür mit 72 Ja- Stimmen uund 2 Enthaltungen. Der Präsident gab an, dass die folgenden Tagesordnungspunkte, die sich mit der Bestätigung der Haushaltsrechnungen 2013 und der Entlastung des Präsidiums, Geschäftsführers und der Schatzmeisterin nicht zur Abstimmung gestellt werden, da die eingangs erwähnten Vorfälle erst bereinigt sein müssen und dann erst eine Entlastung erfolgen kann.
Anschließend wurde über den Haushaltsplan 2015 beraten und abgestimmt. Das Ergebnis: 72 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen.
Danach folgte die Abstimmung über einen dritten Kassenprüfer, um eine Redundanz zu haben, falls einer der beiden schon gewählten Kassenprüfer kurzfristig ausfällt.
Der letzte Tagesordnungspunkt war der Beschluß zu Datum und Ort der 18. Delegiertenkonferenz. Es wurde einstimmig beschlossen, dass die nächste Delegiertenversammlung am 14.11.2015 stattfindet und dass der Präsidialrat einen geeigneten Ort sucht und rechtzeitig bekannt gibt.

 

Hinweis: Dieser Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist kein Wortprotokoll. Rechtsgültig ist alleine das Protokoll der 17. Delegiertenversammlung, das auf der folgenden Versammlung erst noch bestätigtt werden muss.